metafinanz: Eine organisatorische Intervention

Share Beitrag teilen

  • Mail
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn
  • Xing
  • Pinterest

Das Unternehmen metafinanz Business & IT Consulting veränderte seine Struktur radikal. Was die Treiber für diesen Wandel waren, welche Maßnahmen das Unternehmen setzte und wohin es heute steuert, erfahren Sie im Videointerview mit Reinhold Lampl von metafinanz...

Vorstellung der intervention

Die Ausgangslage

Das Unternehmen metafinanz Business & IT Consulting ist Teil eines stark regulierten Versicherungskonzerns, hat eine Geschichte von knapp 30 Jahren und rund 800 MitarbeiterInnen. Restrukturierungen und Änderungen haben immer wieder stattgefunden. Mehr oder weniger erfolgreich. 

Von außen betrachtet stand metafinanz vor der Intervention besser da als je zuvor. Die KundInnen und MitarbeiterInnen waren zufrieden. Wirtschaftlich war das Unternehmen sehr erfolgreich. Doch die Ansprüche der KundInnen stiegen, die technischen Möglichkeiten explodierten und Märkte wurden immer dynamischer. 

Was metafinanz antrieb die Dinge radikal zu verändern?

  • Das Ziel näher an die KundInnen zu kommen und durch kurze Entscheidungswege schneller und anpassungsfähiger sein.

  • Innovationen durch motiviertere MitarbeiterInnen zu entwickeln sowie Unternehmertum und Leadership für mehr Produktivität einzusetzen.

  • Wieder Anziehungspunkt für die besten Talente am Markt zu sein.

Es brauchte eine organisatorische Intervention.

Die Intervention

Für metafinanz war klar: Der Weg von einer traditionellen, hierarchischen zu einer agilen, dezentralen Organisation kann nur agil funktionieren. Ein cross-funktionales Transformationsteam aus allen Berreichen der Firma arbeitete entlang der sechs Dimensionen Strategie, Struktur, Prozesse, Führung, Tools und Kultur und ließ so die erste Beta-Version der neuen Organisation entstehen.

Aus Abteilungen, Bereichen und Skillgruppen wurden knapp 50 autonome, selbstorganisierte Teams. Das Management wurde abgeschafft und flache Hierarchien mit schnellen, dezentralen Entscheidungen etabliert. Das Unternehmen verabschiedete sich von bürokratischen Prozessen wie Planung und Budgetierung. Alte Führungsmeetings mussten weichen und neuen Formaten Platz machen. Immer mit dem Credo: Jeder KANN gestalten.

Voll Mut sind wir den Wandel angegangen. Denn machen ist wie wollen nur krasser. Statt starrer Regeln geben Prinzipien und Werte den Ton an. Im Zusammenspiel mit Compliance gibt das einen Rahmen. Das schafft Raum für Teamentscheidungen und individuelle Entwicklungen. Und ganz wichtig: Nichts ist in Stein gemeißelt. Kritik, ausprobieren und lernen sind Grundlage für eine stets neue Unternehmensversion. Wir sind immer beta.

Thomas Resch, metafinanz

 

In der unternehmenseigenen Videoreihe "Changeland" können Sie verfolgen wie es metafinanz mit ihrer organisatorischen Veränderung geht. Teil 1 zeigt wie alles begann:

Mit Klick auf das Bild werden Sie zum Video weitergeleitet.

Das Ergebnis

Eine Reise ohne Rückfahrkarte

Immer weiter steuert metafinanz auf den Ozean der Agilität hinaus. Heute, gut zwei Jahre nach Beginn der Intervention, sind die MitarbeiterInnen an die neue Organisation gewöhnt – die ganz großen Themen sind unter Dach und Fach. Nun geht darum die operativen Ebenen gut zu gestalten und die Vorteile der neuen Organisation "auf die Straße zu bringen". Aber nicht nur das: Es gibt auch Gruppen, die das Organisationsmodell laufend hinterfragen und Dinge anpassen. 

Wir sind wohl eines der wenigen deutschen Unternehmen in unserer Größe, dass sich so mutig auf den Weg gemacht hat. Ich sehe es bei meinen Kolleginnen und Kollegen und auch bei mir selbst: Wir haben viel durchgemacht. Es liegt viel Arbeit hinter uns. Umso motivierender ist es zu sehen, welch starke Entwicklung wir haben – in jeder Hinsicht.

Reinhold Lampl, metafinanz

© 2019 YARD FORUM